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Zeitreise ins Mittelalter

Auf dem Esslinger Mittelaltermarkt

Vom Bahnhof durch die geschäftige Esslinger Innenstadt steuerten die Viertklässer zuerst die Esslinger Burg an. Von der Altstadt ging es auf den Resten der Stadtmauer über 300 Stufen auf der überdachten Treppe zur Burg hinauf. Von dort hatte man eine tolle Aussicht auf die Umgebung. Auch die Himmelsrichtung, in der Heiningen liegt, war schnell ausgemacht.

Einen Einblick in die Welt der Handwerker im Mittelalter erhielten die Kinder der Klassen 4 anschließend beim Besuch des Mittelaltermarktes in der Esslinger Altstadt.

Fasziniert vom bunten Markttreiben, den vielfältigen Geräuschen und Gerüchen tauchten die Kinder in das mittelalterliche Esslingen ein. Ein Stadtwächter, gewandet in seiner mittelalterlichen Tracht in den Esslinger Stadtfarben, führte die Klasse 4a zu ausgewählten Ständen. Dort zeigte und erklärte er den Schülerinnen und Schülern die Handwerkskunst und die Waren, die die Martbeschicker feil boten:

Der Zinngießer fertigte nicht nur allerlei Becher, Kannen, Krüge und Figürchen, sondern stellte früher auch Glocken her. Dazu schmolz er die blechern klingenden Metalle Zinn und Kupfer zusammen ein und goss daraus hell klingende Bronzeglocken.

Am Stand des Gerbers konnten Tierfelle befühlt werden. Ob Hase, Fuchs, Waschbär, Biber, Dachs -  Einzig die Information, dass die Felle früher mit Urin gegerbt wurden, ließ mache Kinder ihre Hand schnell wieder zurückziehen. Heute verwendet man dazu freilich andere Substanzen.

Wurde ein Rind geschlachtet, verwendete man möglichst viele Teile. Am Stand des Hökerers gab es Kämme, Nadeln und Falzbeine aus Knochen sowie Trink- und Signalhörner. Auch die Därme fanden Verwendung als Saiten für Instrumente oder als Pelle beim Saitenwürstchen.

Der leckere Kinderpunsch in der Taverne wärmte wunderbar von innen. Der "Sinnlose Blödsinn" eines Gaukler auf dem Marktplatz sorgte abschließend für Heiterkeit.